{"id":2574,"date":"2012-07-29T15:08:45","date_gmt":"2012-07-29T13:08:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=2574"},"modified":"2012-07-29T18:14:51","modified_gmt":"2012-07-29T16:14:51","slug":"neues-aus-oranienburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=2574","title":{"rendered":"Neues aus Oranienburg"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=2518\">Stimmungsbild<\/a> zur neuen Verbindung zwischen Oranienburger Stadthavel und Ruppiner Gew\u00e4ssern ist ja recht positiv ausgefallen. Wir sind gleichwohl skeptisch, was die Erfolgsaussichten des Vorhabens angeht, und haben das dem Stadtplanungsamt Oranienburg mitgeteilt wie folgt:<\/p>\n<blockquote><p>Aus unserer Sicht wird die geplante Verbindung per Bootslifter ein Misserfolg werden, und zwar vor allem aus folgenden zwei Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p>1. Das Geld<br \/>\nSie planen ja offensichtlich, f\u00fcr den Bootslift Geb\u00fchren zu erheben. Das ist sicher angesichts der Investitionskosten und der knappen Stadtkassen nachvollziehbar. Und Bootfahrer sind ja i.d.R. auch keine armen Leute, sodass eine m\u00e4\u00dfige Geb\u00fchr eigentlich kein Problem darstellen sollte. Sollte man meinen.<br \/>\nUnsere Erfahrungen sind aber andere: Schon wenige Euro, sei es f\u00fcr Strom oder Wasser oder was auch immer l\u00f6sen mitunter heftige Diskussionen aus. Oder man denke nur an den Sturm im Wasserglas, der entfacht wurde, als der damalige Verkehrsminister Stolpe eine Wasserstra\u00dfenmaut ins Gespr\u00e4ch brachte. Ein besonders groteskes Beispiel kennen wir aus Gro\u00df-K\u00f6ris: Dort kostete die Passage der Klappbr\u00fccke pro Boot 3 Euro; damit wurde der Arbeitsplatz der Br\u00fcckenw\u00e4rterin finanziert. Ein Yachtbesitzer hat sich nicht entbl\u00f6det, gegen die Br\u00fcckenmaut zu klagen und hat Recht bekommen!<br \/>\nOb uns das gef\u00e4llt oder nicht: Es ist zu erwarten, dass fast alle Bootfahrer lieber einen unattraktiven Umweg in Kauf nehmen werden als ein paar Euro zu bezahlen.<\/p>\n<p>2.Die Technik<br \/>\nDie von Ihnen favorisierten Bootslifter sind v.a. daf\u00fcr entwickelt worden, Boote zum Saisonende oder f\u00fcr Reparaturen aus dem Wasser zu nehmen. Aus Erfahrung wei\u00df ich, dass derartige Man\u00f6ver f\u00fcr Bootseigner stets stressig sind. Und tats\u00e4chlich ist jedes Kranen oder &#8222;Liften&#8220; ja auch immer mit einem Restrisiko verbunden. Dabei kommt es auch sehr auf Vertrauen gegen\u00fcber der Mannschaft an, die das Ger\u00e4t bedient. Ohne Not wird das kaum ein Bootseigner auf sich nehmen. Ich wage sogar die Prognose, dass die meisten Charterunternehmen ihren G\u00e4sten untersagen w\u00fcrden, den Bootslifter oder \u00e4hnliches zu nutzen. Auch wir w\u00fcrden das &#8211; vorbehaltlich einer Besichtigung der Anlage und eines Probetransports &#8211; voraussichtlich tun.<\/p>\n<p>Insgesamt sehen wir also schwarz f\u00fcr Ihr Vorhaben, so sehr uns grunds\u00e4tzlich auch an einem Ausbau der Wasserstra\u00dfen gelegen ist. Aber der Bootslifter w\u00fcrde nach seiner Fertigstellung aller Wahrscheinlichkeit nach ungenutzt verrosten. Wir denken, es sollte lieber alle Kraft darauf verwendet werden, den Malzer Kanal wieder schiffbar zu machen um eine Umgehung der Schleuse Lehnitz zu schaffen. Das w\u00e4re ein echter Impuls f\u00fcr die Sportschifffahrt!<\/p>\n<p>Ich vermute, eines ihrer Anliegen ist es auch, mehr Bootstouristen in die Innenstadt von Oranienburg zu bringen. Das ist nachvollziehbar und wird von uns auch unterst\u00fctzt. (Z.B. hier: <a href=\"http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=500\">http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=500<\/a>) Eine kosteng\u00fcnstige und sinnvolle Ma\u00dfnahme daf\u00fcr w\u00e4re es aus unserer Sicht, im Schlosshafen eine gro\u00dfe Zahl der \u00fcberfl\u00fcssigen Dalben zu entfernen, dass auch gr\u00f6\u00dfere Boote dort gut man\u00f6vrieren und anlegen k\u00f6nnen. (Oder ist das bereits geschehen?)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Stadtplanungsamt hat sehr freundlich darauf geantwortet und versprochen, unsere Bedenken an die Entscheidungstr\u00e4ger weiter zu geben. Au\u00dferdem wurde folgende erfreuliche Mitteilung gemacht:<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe zwischenzeitlich in Erfahrung bringen k\u00f6nnen, dass seit Ihrer In Augenscheinnahme des Schlosshafens insgesamt 20 Dalben gezogen worden sind. Dadurch stehen nunmehr 35 Liegepl\u00e4tze f\u00fcr Boote mit einer L\u00e4nge von \u00fcber 10m zur Verf\u00fcgung. Weitere 30 Liegepl\u00e4tze sind Booten von unter 10m L\u00e4nge vorbehalten. Diese Gr\u00f6\u00dfenaufteilung ist seinerzeit eine F\u00f6rderauflage gewesen, um den nicht-kommerziellen Bootsverkehr zu unterst\u00fctzen, die weiterhin zu beachten ist.<br \/>\nEs w\u00e4re sch\u00f6n, wenn Sie diesen Hinweis als Nachtrag in Ihrem Blog erg\u00e4nzen k\u00f6nnten, auch wenn die Belegung des Schlosshafens nach Aussagen des verantwortlichen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers derzeit sehr gut ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Tun wir doch gern. F\u00fcr die etwas schr\u00e4gen Vorgaben der F\u00f6rderinstitutionen kann die Stadt O-burg ja nichts. Und so wie es jetzt ist, scheint die Aufteilung des Hafens ja durchaus sinnvoll zu sein. War jemand k\u00fcrzlich da und kann berichten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Stimmungsbild zur neuen Verbindung zwischen Oranienburger Stadthavel und Ruppiner Gew\u00e4ssern ist ja recht positiv ausgefallen. 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