{"id":3349,"date":"2015-07-20T18:35:23","date_gmt":"2015-07-20T16:35:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=3349"},"modified":"2015-07-20T18:35:23","modified_gmt":"2015-07-20T16:35:23","slug":"hotel-hopping-mit-lucia","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bootcharter.de\/blogbuch\/?p=3349","title":{"rendered":"Hotel-Hopping mit Lucia"},"content":{"rendered":"<p><em>Gastbeitrag von\u00a0Benedikt Mayer<\/em><\/p>\n<p>Nachdem ich wochenlang die Website von \u201eAnna-Blume-Charter\u201c und die Gew\u00e4sserkarten um Berlin studiert hatte, hielt ich es nicht mehr aus: Ich buchte f\u00fcr eine Woche die Sloep \u201eLucia\u201c. Meiner Frau und mir erschien der Vorschlag des \u201eHotel-Hopping\u201c \u00a0sehr verlockend. Um es vorweg zu nehmen: es war richtig, richtig sch\u00f6n!<\/p>\n<p>An einem Montag bestiegen wir bewaffnet mit 2 Koffern die S-Bahn nach K\u00f6nigs Wusterhausen, wechselten dort in den Bus nach Niederlehme und standen wenig sp\u00e4ter auf dem Steg in der Marina. Vor uns wiegte leicht im Wasser der Dahme die Sloep, die f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage der Mittelpunkt unseres Kurz-Urlaubs sein sollte. Sehr sympathische Linien, dezente Klasse, viel Platz f\u00fcr zwei Leute, kompakte Au\u00dfenma\u00dfe; das Cabrio-Verdeck versprach ausreichend Schutz vor den drohenden Regeng\u00fcssen. Schon kroch das Gef\u00fchl des Sich-Zeit-Lassens in unsere K\u00f6pfe.<\/p>\n<p>Entsprechend ausgiebig geriet die Einweisung durch das freundliche Personal der Marina; vieles an der Sloep ist selbsterkl\u00e4rend. Schlie\u00dflich machten wir die Leinen los und tuckerten langsam dahmeabw\u00e4rts nach Norden. Unser erstes Ziel war das Hotel D\u00e4meritzsee. Weil das Wetter nicht unser Vertrauen genoss, wollten wir zun\u00e4chst m\u00f6glichst schnell dort einchecken. Im Gosener Kanal holten uns aber die Wolken ein und ein kr\u00e4ftiger Schauer testete das Verdeck auf Dichtigkeit. Vor dem Hotel machten wir am Gelbe-Welle-Anleger fest, bezogen unser Zimmer und genossen ein sp\u00e4tes Mittagessen. Danach lockte uns der Sonnenschein zu einer ausgiebigen Erkundungsfahrt nach Klein-Venedig, auf den Flakensee und in die L\u00f6cknitz. Der hereinbrechende Abend auf der Hotelterrasse war ein Bilderbuch-Abschluss f\u00fcr den ersten Urlaubstag.<\/p>\n<div style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/sloep.de\/allebilder\/blogbuch\/2015\/07\/waldhaus\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Waldhaus Prieros<\/p><\/div>\n<p>Am zweiten Tag wollten wir in das Waldhotel Prieros am Streganzer See erreichen; wir hatten dort f\u00fcr zwei N\u00e4chte reserviert. Dazu mussten wir den Weg zur\u00fcck an der Marina Niederlehme vorbei nehmen. Um ein Gef\u00fchl f\u00fcr den Diesel-Verbrauch der Sloep zu bekommen, tankten wir in K\u00f6nigs Wusterhausen. Zufrieden konnten wir feststellen, dass \u201eLucia\u201c mit knapp \u00fcber 1 l Diesel pro Stunde auskam: wir w\u00fcrden ohne Tanken \u00fcber die Woche kommen. Nach einer geruhsamen Fahrt (zwei Schleusen) erreichten wir das Hotel tief im Wald s\u00fcd\u00f6stlich von Prieros, machten am gro\u00dfen Steg fest und stiegen \u00fcber den herrlich terrassierten Garten zum Hauptgeb\u00e4ude hinauf, einer Villa aus der Gr\u00fcnderzeit. Die Zimmer waren in kleineren Geb\u00e4uden im Wald verteilt. Die zwei N\u00e4chte dort, die Wanderungen durch den Wald, die Abendessen \u00fcber dem spiegelglatten Streganzer See: sie waren perfekte Entspannung.<\/p>\n<p>Am dritten Tag fuhren wir die Teupitzer Seenkette bis zum Ende und langsam wieder zur\u00fcck. Wir waren inzwischen ganz begeistert von Lucias Fahreigenschaften: Sie liegt gut am Ruder, ist sehr wendig und dreht auf dem Handteller; dabei ist der Innenbord-Diesel fast nicht zu h\u00f6ren. Immer wieder schreckten wir Reiher, Kormorane oder Haubentaucher auf, die uns erst sp\u00e4t bemerkten. Wenn die elegante Sloep aber von Mitmenschen entdeckt wurde, folgten ihr wohlwollende Blicke und oft auch freundliche Worte.<\/p>\n<div style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/sloep.de\/allebilder\/blogbuch\/2015\/07\/storkower_kanal\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Storkower Kanal<\/p><\/div>\n<p>Nach dem Abschied vom Waldhotel Prieros tuckerten wir die lange Etappe bis nach Bad Saarow am Nordende des Scharm\u00fctzelsees. Die Fahrt war sehr abwechslungsreich \u00fcber den einsamen Wolziger See, den verwinkelten Storkower Kanal und die bilderbuchm\u00e4\u00dfige Storkower Schleuse. Auf dem Scharm\u00fctzelsee herrschte reger Verkehr, vor allem die zahlreichen Segelschiffe forderten Aufmerksamkeit. Trotzdem blieb Zeit, die Dimension des Sees zu genie\u00dfen. In der Marina an der Freilichtb\u00fchne Bad Saarow legten wir schlie\u00dflich an und suchten unser Hotel auf, das in der dritten Reihe hinterm Strand mit moderaten Preisen lockte. Zwei N\u00e4chte blieben wir hier in freundlicher Familien-Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Nach einer ausgiebigen Besichtigung von Bad Saarow samt Auffrischung unserer Bord-Vorr\u00e4te zog es uns bei herrlichem Sonnenschein aber doch wieder auf\u2019s Wasser. Wir d\u00fcmpelten am Ostufer nach S\u00fcden, machten immer wieder halt, schwammen, lasen oder verkosteten das eben eingekaufte Picknick.<\/p>\n<p>Dann war unser letzter Tag mit Lucia schon da. Die leise Wehmut beim Einstieg wich schnell dem Genuss des Morgens auf dem weiten Scharm\u00fctzelsee. Hier wurden wir (endlich einmal) von der Wasserschutz-Polizei kontrolliert, die zufrieden feststellte dass Papiere und Ausr\u00fcstung lupenrein und vollst\u00e4ndig waren.<\/p>\n<div style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/sloep.de\/allebilder\/blogbuch\/2015\/07\/scharmuetzelsee\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Auf dem Scharm\u00fctzelsee<\/p><\/div>\n<p>Der Respekt vor der L\u00e4nge der Etappe zur\u00fcck nach Niederlehme erwies sich als unbegr\u00fcndet. So blieb genug Zeit f\u00fcr eine ausgiebige Mittagspause auf dem Wolziger See. Aber letztlich konnten wir der abendlichen R\u00fcckgabe \u201eunserer\u201c geliebten Sloep nicht entkommen. Der Tankstopp kurz vor Fahrtende best\u00e4tigte unsere Sch\u00e4tzung \u00fcber \u201eLucias\u201c Gen\u00fcgsamkeit.<\/p>\n<p>Die Woche \u201eHotel-Hopping mit Lucia\u201c erwies sich als au\u00dferordentlich geruhsam und abwechslungsreich. Das Buchen der Hotels per Telefon war problemlos in 15 Minuten erledigt. Weil wir erst gegen Ende August unterwegs waren, entkamen wir den M\u00fcckenschw\u00e4rmen. Das Gleiten \u00fcber Seen und Kan\u00e4le durch Natur und Siedlungen hat mit dem ber\u00fchmten \u201eBlick vom Wasser aus\u201c einen gro\u00dfen Reiz. Die Entschleunigung der Fortbewegung im Boot in Verbindung mit den bequemen \u00dcbernachtungen in den Hotels und ausgiebigem Studium der Fr\u00fchst\u00fccksbuffets war nachdr\u00fccklich erholsam. Und es war einfach herrlich, als wir an der Hotel-Rezeption auf die Parkm\u00f6glichkeit hingewiesen wurden und antworten konnten: \u201eVielen Dank, aber wir sind mit dem Boot da!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gastbeitrag von\u00a0Benedikt Mayer Nachdem ich wochenlang die Website von \u201eAnna-Blume-Charter\u201c und die Gew\u00e4sserkarten um Berlin studiert hatte, hielt ich es nicht mehr aus: Ich buchte f\u00fcr eine Woche die Sloep \u201eLucia\u201c. Meiner Frau und mir erschien der Vorschlag des \u201eHotel-Hopping\u201c \u00a0sehr verlockend. Um es vorweg zu nehmen: es war richtig, richtig sch\u00f6n! 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