Posts Tagged ‘Segeln’

Die Segler wieder …

Mittwoch, Januar 11th, 2012

Bobby Schenk, der große Fahrtensegler, spricht mir aus der Seele:

http://www.yacht.de/schenk/n004/inwind07.html

und

http://www.yacht.de/schenk/n004/kosmos.html

Bei dem zweiten Artikel komme ich auch über die Yacht ins Grübeln. Nicht übel, oder? Und im Vergleich dazu, was sie bietet, auch nicht übermäßig teuer. (Danke an Julian B. für den Tipp)

Mit Seglern Motorboot fahren

Dienstag, Oktober 18th, 2011

Eigentlich wollten wir die beiden Sloepen schon ins Winterlager überführen, da kam ein Anruf: Britta Kunz, Journalistin beim Magazin „Segeln“ macht im Auftrag der Berliner Zeitung eine Beilage zum Thema: Berlin am Wasser.

Das liegt uns am Herzen, also haben wir das Kranen verschoben und mit Britta und Lucia eine Runde durch die Stadt gedreht. Mit dabei noch ein Berliner Seglerpaar, gewissermaßen als Fremdenführer für die Hamburger Journalistin. Das war nett. Wir haben es noch vor dem großen Regen zurück an den Steg geschafft. Und wieder mal die Erfahrung gemacht: auch mit Seglern kann man prima auskommen.

Neue Perspektiven: Berlin mit der Sloep erkunden

Neue Perspektiven: Berlin mit der Sloep erkunden

 

Mittelmeer-Sloepen

Samstag, November 13th, 2010

Wohl jeder, der schon mal am Mittelmeer war, hat diese Boote gesehen: bunt bemalte Fischerboote aus Holz, mit Einbaudiesel und manchmal noch einem  Lateinersegel.

Im Hafen von Cassis (Frankreich)

Im Hafen von Cassis (Frankreich)

Mit ihrer Spitzgattbauweise und dem steilen hoch aufragenden Steven sehen die Boote ausgesprochen klassisch aus. In Italien werden sie wohl „paranza“ genannt und auf Malta „luzzu“. Man könnte sich gut vorstellen, dass mit ähnlichen Wasserfahrzeugen schon zu Zeiten der alten Römer oder noch früher im Mittelmeer gefischt wurde.  Herkunft und Geschichte dieser schönen und seetüchtigen Boote würde mich interessieren.

Mittelmeer-Sloep

Mittelmeer-Sloep

Ihre Zukunft scheint auch gesichert, denn in fast jedem Mittelmeerhafen liegt eine mehr oder weniger große Flotte der Traditionsboote. Wenn ich es richtig verstehe, werden sie wohl vornehmlich zum nebenberuflichen bzw. Freizeit-Fischen genutzt. Aber eine Entwickung wie bei den größeren „gozzi“ oder wie bei den holländischen Sloepen – nämlich die Weiterentwicklung und Verfeinerung zum komfortablen Freizeitboot – hat es nicht gegeben. Dabei würden sich die farbenfrohen Boote mit ihren harmonischen Linien doch gut dafür eignen, oder?

Adieu, Susanna!

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Jetzt ist es soweit: Susanna wechselt den Besitzer.

Es tut mir ja richtig Leid um die schöne Segelsloep. Wir hatten viel Freude mit ihr. Aber leider – sagen wir es offen – haben das nur verhältnismäßig wenige andere auch so gesehen. Wahrscheinlich dachten die Segler: „das ist ja eigentlich ein Motorboot, das kann bestimmt nicht ordentlich segeln“ und die Motorbootfahrer: „das ist ja eigentlich ein Segelboot, das ist bestimmt unbequem.“

Da kann man sich den Mund fusslig reden: Wer es nicht probiert hat, lässt sich nicht vom Gegenteil überzeugen. Und da wir das mit den Booten nicht (nur) zum Spaß machen, müssen wir die schöne Susanna halt abstoßen.

In der nächsten Saison wird unsere RB 22 auf den Boddengewässern von Rügen kreuzen. Dafür ist sie das ideale Boot; denn bei etwas kräftigerem Wind segelt sie richtig gut,  sie ist küstentauglich und hat trotzdem nur geringen Tiefgang. Aber uns glaubt ja sowieso keiner …

Dem neuen Besitzer wünschen wir viel Spaß und immer eine Handbreit Wasser unter den Kimmkielen!

Adieu, Susanna ...

Adieu, Susanna ...

Segler und Motorbootfahrer

Sonntag, Mai 16th, 2010

Ich muss mich jetzt mal outen: Ich bin ein Segler. „Was, wieso, ihr habt doch Motorboote im Angebot?!“ Stimmt, und Kajütbootfahren oder sloepen finde ich toll. Aber mit meiner kleinen Segeljolle (übrigens ein Finn-Dinghy, ja)  über den See zu schippern, ist ebenfalls ein großes Vergnügen. Ich verrate  euch ein Geheimnis: Man kann tatsächlich beides gut finden, ohne tot umzufallen.

Und ich setze noch einen drauf: Die meisten Leute, die Motorboot fahren, sind vorsichtig und rücksichtsvoll und wissen was sie tun . Und die meisten Segler sind freundlich, hilfsbereit und kommunikativ.

Warum erzähle ich hier solche Plattheiten? Weil wir in Deutschland  einen Hang zum Ideologisieren haben. Eine verhältnismäßig unwichtige Frage, nämlich welche Bootsart man bevorzugt, wird zur Identität hochgespielt. Bei Landverkehrsmitteln ist das noch viel schlimmer, wenn ich an das Gehabe zwischen Radfahrern und Autofahrern denke. Ich bin fast sicher, zwischen – sagen wir – Skifahrern und Snowboardern oder Keglern und Bowlern (das ist doch nicht ganz das Selbe, oder?)  gibt es ähnliche Aversionen.

Die niederländischen Segler (jedenfalls die meisten) kämen gar nicht auf die Idee, auf Motorbootfahrer herunterzuschauen und ihnen schlechtere Seemannschaft zu unterstellen. Und die niederländischen Motorbootfahrer (jedenfalls die meisten) halten Segler nicht für arrogante Schnösel.

Vielleicht können wir da was von unserem kleinen Nachbarland mit der großen Seefahrertradition lernen?