Archiv für die Kategorie ‘Hafen & Anleger’

veni, vidi … Vinci!

Dienstag, 09. Oktober 2012

Der verglaste Pavillon direkt am Stadthafen von Zehdenick war – von der Lage her – schon immer ein Traum von Gaststätte. Leider lange Jahre nur von der Lage her. Denn bewirtschaftet wurde der “Blaue Anker” von verschiedenen Wirt-Darstellern, deren Küche irgendwo zwischen erträglich und ungenießbar changierte. Und der Service, der Service … war … sagen wir … alt-brandenburgisch.

Dolce Vita mit Hafenblick

Dolce Vita mit Hafenblick

Das ist vorbei! Vor einiger Zeit (ich glaube es war 2011) hat ein italienischer Profi den Laden übernommen, in “da Vinci” umbenannt und auf Vordermann gebracht. Dort isst man jetzt gut, das Angebot ist das eines üblichen Ristorante (Pizza, Pasta, Saltimbocca …), die Preise sind angemessen. Der Kaffee ist exquisit. Und das Personal ist von geradezu überschäumender Freundlichkeit. Endlich wird diese wunderbare location angemessen bewirtschaftet!

Am Studentenbad

Freitag, 24. August 2012

Das ehemalige “Studentenbad” ist heute ein kleiner Park in Berlin-Kreuzberg. Er liegt am Landwehrkanal, wo sich dieser zu einer Wendestelle verbreitert und wo von Süden der “Neuköllner Schifffahrtskanal” einmündet. Dort war tatsächlich bis Mitte der 1950er Jahre eine Badeanstalt, bis diese wegen der schlechten Wasserqualität geschlossen werden musste. Wen wundert’s – angesichts der Probleme mit der Berliner Mischkananalisation. Am Studentenbad ist immer was los: Im Sommer wird gegrillt und gesonnt, und manchmal sogar gesungen. Und wenn im Winter der Kanal zufriert, tanzt der Bär auf dem Eis.

Leben und leben lassen - Flussnomaden am Studentenbad

Leben und leben lassen – Flussnomaden am Studentenbad

Und einen 24 h-Anleger gibt’s dort auch. Der heißt leider nicht Studentenbad sondern “Wiener Brücke”, obwohl diese Brücke, über die früher die Züge vom Görlitzer (Güter-) Bahnhof nach Südosten fuhren, ein paar 100 m entfernt liegt. Der Anleger ist derzeit fest in der Hand von Bootfahrern, die offensichtlich den ganzen Sommer auf ihren abgeriggten Jollenkreuzern bzw. mehr oder weniger selbstgebauten Fahrzeugen verbringen. Nennen wir sie mal Flussnomaden. Hat sich was mit “24 h”. Die Wasserschutzpolizei drückt offensichtlich ein Auge zu, und das finde ich gut. Die Welt ist bunt und alle brauchen ein Plätzchen, wo sie bleiben und nach ihrer Fasson leben können.

Neues aus Oranienburg

Sonntag, 29. Juli 2012

Das Stimmungsbild zur neuen Verbindung zwischen Oranienburger Stadthavel und Ruppiner Gewässern ist ja recht positiv ausgefallen. Wir sind gleichwohl skeptisch, was die Erfolgsaussichten des Vorhabens angeht, und haben das dem Stadtplanungsamt Oranienburg mitgeteilt wie folgt:

Aus unserer Sicht wird die geplante Verbindung per Bootslifter ein Misserfolg werden, und zwar vor allem aus folgenden zwei Gründen:

1. Das Geld
Sie planen ja offensichtlich, für den Bootslift Gebühren zu erheben. Das ist sicher angesichts der Investitionskosten und der knappen Stadtkassen nachvollziehbar. Und Bootfahrer sind ja i.d.R. auch keine armen Leute, sodass eine mäßige Gebühr eigentlich kein Problem darstellen sollte. Sollte man meinen.
Unsere Erfahrungen sind aber andere: Schon wenige Euro, sei es für Strom oder Wasser oder was auch immer lösen mitunter heftige Diskussionen aus. Oder man denke nur an den Sturm im Wasserglas, der entfacht wurde, als der damalige Verkehrsminister Stolpe eine Wasserstraßenmaut ins Gespräch brachte. Ein besonders groteskes Beispiel kennen wir aus Groß-Köris: Dort kostete die Passage der Klappbrücke pro Boot 3 Euro; damit wurde der Arbeitsplatz der Brückenwärterin finanziert. Ein Yachtbesitzer hat sich nicht entblödet, gegen die Brückenmaut zu klagen und hat Recht bekommen!
Ob uns das gefällt oder nicht: Es ist zu erwarten, dass fast alle Bootfahrer lieber einen unattraktiven Umweg in Kauf nehmen werden als ein paar Euro zu bezahlen.

2.Die Technik
Die von Ihnen favorisierten Bootslifter sind v.a. dafür entwickelt worden, Boote zum Saisonende oder für Reparaturen aus dem Wasser zu nehmen. Aus Erfahrung weiß ich, dass derartige Manöver für Bootseigner stets stressig sind. Und tatsächlich ist jedes Kranen oder “Liften” ja auch immer mit einem Restrisiko verbunden. Dabei kommt es auch sehr auf Vertrauen gegenüber der Mannschaft an, die das Gerät bedient. Ohne Not wird das kaum ein Bootseigner auf sich nehmen. Ich wage sogar die Prognose, dass die meisten Charterunternehmen ihren Gästen untersagen würden, den Bootslifter oder ähnliches zu nutzen. Auch wir würden das – vorbehaltlich einer Besichtigung der Anlage und eines Probetransports – voraussichtlich tun.

Insgesamt sehen wir also schwarz für Ihr Vorhaben, so sehr uns grundsätzlich auch an einem Ausbau der Wasserstraßen gelegen ist. Aber der Bootslifter würde nach seiner Fertigstellung aller Wahrscheinlichkeit nach ungenutzt verrosten. Wir denken, es sollte lieber alle Kraft darauf verwendet werden, den Malzer Kanal wieder schiffbar zu machen um eine Umgehung der Schleuse Lehnitz zu schaffen. Das wäre ein echter Impuls für die Sportschifffahrt!

Ich vermute, eines ihrer Anliegen ist es auch, mehr Bootstouristen in die Innenstadt von Oranienburg zu bringen. Das ist nachvollziehbar und wird von uns auch unterstützt. (Z.B. hier: http://www.bootcharter.de/blogbuch/?p=500) Eine kostengünstige und sinnvolle Maßnahme dafür wäre es aus unserer Sicht, im Schlosshafen eine große Zahl der überflüssigen Dalben zu entfernen, dass auch größere Boote dort gut manövrieren und anlegen können. (Oder ist das bereits geschehen?)

Das Stadtplanungsamt hat sehr freundlich darauf geantwortet und versprochen, unsere Bedenken an die Entscheidungsträger weiter zu geben. Außerdem wurde folgende erfreuliche Mitteilung gemacht:

Ich habe zwischenzeitlich in Erfahrung bringen können, dass seit Ihrer In Augenscheinnahme des Schlosshafens insgesamt 20 Dalben gezogen worden sind. Dadurch stehen nunmehr 35 Liegeplätze für Boote mit einer Länge von über 10m zur Verfügung. Weitere 30 Liegeplätze sind Booten von unter 10m Länge vorbehalten. Diese Größenaufteilung ist seinerzeit eine Förderauflage gewesen, um den nicht-kommerziellen Bootsverkehr zu unterstützen, die weiterhin zu beachten ist.
Es wäre schön, wenn Sie diesen Hinweis als Nachtrag in Ihrem Blog ergänzen könnten, auch wenn die Belegung des Schlosshafens nach Aussagen des verantwortlichen Geschäftsführers derzeit sehr gut ist.

Tun wir doch gern. Für die etwas schrägen Vorgaben der Förderinstitutionen kann die Stadt O-burg ja nichts. Und so wie es jetzt ist, scheint die Aufteilung des Hafens ja durchaus sinnvoll zu sein. War jemand kürzlich da und kann berichten?

Neues aus Mildenberg

Freitag, 08. Juni 2012

Es tut sich was im Hafen! Lauter Kleinigkeiten zwar, in der Summe aber merkt man den Willen der neuen Leitung des Ziegeleiparks (und des neuen Hafenmeisters), den Laden voranzubringen. Gleich wenn man sich dem Hafen nähert, fällt jetzt ein neues Schild auf, auf dem die Hafennutzer gelistet sind:

Neues Hinweisschild am Hafen

Neues Hinweisschild am Hafen

Am Infohäuschen sind jetzt die Flyer der drei ansässigen Charterunternehmen säuberlich nebeneinander angeordnet, und man kann sich überlegen, ob man Boot fahren oder lieber etwas anderes machen möchte. :-)

Wohnwagen, Bungalow oder Boot: freie Auswahl

Wohnwagen, Bungalow oder Boot: freie Auswahl

Und schließlich, die wichtigste Neuerung: Wir haben jetzt eigene Parkplätze direkt neben dem Hafenbecken, exklusiv für unsere Chartergäste! Diese Parkplätze stellen wir unseren Gästen kostenlos zur Verfügung. Wer mag, kann natürlich immer noch (gegen Gebühr) auf dem abgezäunten Parkplatz von Bernie parken.

Anna-Blume-Parkplätze auf der Wiese neben dem Hafenbecken

Anna-Blume-Parkplätze auf der Wiese neben dem Hafenbecken

 

„Hafenführer für Hausboote“ erschienen

Samstag, 02. Juni 2012

Gastbeitrag von JuG

Und das herausgebende „Magazin Seenland“  legt sich ins Zeug!! Hierzu ein Zitat der Buchbeschreibung unter amazon.de zu ISBN 978-3-9813479-8-2:

„Vier Hausboot-Reviere: Mecklenburg & Brandenburg. Die schönsten Häfen der Mecklenburgischen Seenplatte sind nach vier Revieren geordnet: Elde, Mecklenburgische Oberseen, Kleinseenplatte und Obere Havel. Die Übersichtskarten mit allen verzeichneten Gastliegerhäfen machen die Törnplanung einfach. Traumziele in 15 Kapiteln: Täglich ein neuer Landgang. Alle touristischen Meilensteine entlang der Seen und Flussläufe haben einen besonderen Platz im Buch gefunden – sie zieren die Kapitelanfänge als farbige Doppelseitenfotos, darunter viele Luftbilder. Das macht Lust auf die nächste Entdeckungstour. Sehenswerte Hafenorte: Mit Cityplan und Adressen. Alle 21 Städte werden mit ihrer Geschichte und den Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Für jeden Ort gibt es Restaurant- und Shoppingtipps. Adressen für Ärzte, Apotheken, Banken, Post, Taxi, Zugverbindungen und Supermärkte runden den Reiseführer ab. 74 Hafenbeschreibungen mit Hafenplan: Ein Hafenambiente für jeden Geschmack. Schöne und praktische Häfen wurden für eine detaillierte Beschreibung ausgewählt. Atmosphäre, Versorgungsangebot, Ausstattung und Preise sind übersichtlich dargestellt. Hafenpläne mit Stegen und Einrichtungen ermöglichen die intuitive Orientierung vor Ort. Register mit 130 Häfen: Praktische Übersicht für Ausstattung und Preise Das Verzeichnis bringt Klarheit rund um die Hafenausstattung und Versorgung vor Ort. Zudem erlauben die Daten einen Preis-Leistungs-Check für jeden Hafen: Der Gesamtpreis von der Liegegebühr bis zu den Duschmünzen wurde für drei Beispiel-Crews (Paar, Familie, Gruppe) kalkuliert. Zahlreiche Hafentipps auf 168 Seiten Dömitz – Grabow – Neustadt-Glewe – Schwerin – Bad Kleinen – Parchim – Lübz – Plau am See – Malchow – Waren (Müritz) – Röbel (Müritz)– Rechlin – Mirow – Rheinsberg – Wesenberg – Neustrelitz – Fürstenberg/ Havel – Lychen – Templin – Zehdenick – Oranienburg – Neuruppin und viele mehr.“

Obwohl wir „unser“ Revier schon ganz gut zu kennen glauben, haben wir die rund 30 Euro investiert und wurden nicht enttäuscht! Vor allem gefallen uns die Hafendarstellungen in der Draufsicht. Schnell sind so die Gastliegeplätze in unbekannten Häfen zu finden. So etwas hätten wir uns zu Beginn unseres Charterlebens gewünscht; etwa im Dalben- und Steggewirr beim Besuch der Marina Lanke / Berlin oder bei der Einfahrt in den damals gut besuchten neuen Oranienburger Schlosshafen.

Aber auch die sonstigen vielseitigen Infos überzeugen und erleichtern die Törnplanung zusammen mit den ABC-Törnvorschlägen und den an Bord der ABC-Boote befindlichen Materialien erheblich. By the way, auch „Bernis Café“ wird gewürdigt.

Wir halten das recht aufwändig gestaltete Buch für eine sinnvolle Ergänzung der Bordlektüre, zumindest aber für eine appetitmachende Bereicherung der heimischen Sammlung von Revierinfos.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Teil 2: das Revier südlich der Marina Liebenwalde. Aber das ist bislang noch Wunschdenken – leider!

FAZIT für Revierneu- und altlinge: *** EMPFEHLENSWERT *** (und fast schon zu schade für den Bordalltag)

World’s Best Marina

Samstag, 19. November 2011

Greetings to Bus and the Rialto Harbor crew!

Angelegt im Rialto Harbor

Angelegt im Rialto Harbor

Wenn man den Caloosahatchee River aufwärts fährt, liegt etwa 30 Meilen oberhalb von Fort Myers (Florida, USA) rechterhand der “Rialto Harbor” in einer alten Flussschleife. Eine schönere Marina haben wir noch nie gesehen! Die Boote liegen hier großzügig verteilt an einzelnen Stegen, zu denen jeweils nicht nur ein Wasser- und Stromanschluss sondern auch ein kleiner Sitzplatz an Land (teilweise mit Feuerstelle) gehört.

Pool unter Palmen am Fluss

Die Gebäude der Marina verteilen sich in einem großzügigen und akribisch gepflegten tropischen Park, in dem die amerikanische Version von Eichhörnchen herumtobt.  Am Ufer gehen Limpkins auf Jagd nach Schnecken und Fischen. Und im Teich neben (!) dem sagenhaften Pool lebt neben einigen Schildkröten sogar ein kleiner Alligator. Die Insel gegenüber ist wild und dicht bewachsen. Der Sage nach soll dort ein großer alter Alligator sein Wesen treiben, der schon den einen oder anderen vorwitzigen Bordhund gefressen hat. Der Sonnenaufgang über dem Fluss ist spektakulär.

Rialto Harbor am Okeechobee Waterway

Wir wollten hier eigentlich nur ein Mal übernachten – aber wir sind drei Tage geblieben. Wow!

P.S. Wer meine Tweets verfolgt hat, hat es vielleicht schon geahnt: Wir haben uns nach dem Saisonenende eine Auszeit gegönnt und waren in Florida. Natürlich konnten wir auch hier die Finger nicht vom Bootfahren lassen. Davon wird (wahrscheinlich) noch mehr zu berichten sein.

 

Oberschweineöde?

Samstag, 25. Juni 2011

Es tut sich was in Oberschöneweide: Seit die große “Hochschule für Technik und Wirtschaft” (HTW) sich in renovierten Industriehallen und neuen Gebäuden längs der Spree angesiedelt hat, ist der postindustrielle Niedergang dieses Berliner Stadtteils gestoppt. Und auch das essentis Hotel, der Liegeplatz unserer Sloepen, ist im vergangenen Jahr aufwendig ausgebaut und renoviert worden.

Nun kommt noch ein Sahnehäubchen obendrauf: Seit wenigen Wochen ist der Dampfersteg des Hotels zum offiziellen Anleger der “Wuhlheide” geworden, des großen Parks, Freizeitzentrums und Veranstaltungsorts im südöstlichen Berlin. Derzeit noch sporadisch, vom nächsten Jahr an aber fahrplanmäßig, werden hier die Schiffe der Weißen Flotte anlegen und Besucher der Wuhlheide absetzen. Wieder ein Baustein dafür, dass das titelgebende Wortspiel bald nichts anderes mehr sein wird als ein Kalauer.

Dampferstation Wuhlheide am essentis Hotel

Dampferstation Wuhlheide am essentis Hotel

Da wollen wir nicht nachstehen und haben schon mal eine schöne neue Werbeplane gemacht. Die hängt eigentlich an der Diva, solange sie nicht vermietet ist. Aber hm, so an dem Geländer (wo wir sie nur  provisorisch aufgehängt haben, weil Diva verchartert wurde) macht sie sich eigentlich auch sehr gut, oder?  Wir müssen mal mit dem Hotelbesitzer reden, wie er darüber denkt …

Hafen-Panorama

Freitag, 03. Juni 2011

Ich habe mal wieder den Panosaurus ausgeführt. Herausgekommen ist ein Panorama der offenen Plicht der “Edmond Dantès” und gleichzeitig ein Rundumblick über unseren Hafen.

Mit dem Saurus auf du und du

Mit dem Saurus auf du und du

In dem Sonnenlicht mit seinen starken Helligkeitsunterschieden war es wesentlich schwerer, vernünftige Bilder zu machen als im Innern eines Bootes. Letztlich stecken in dem fertigen Panorama etliche Stunden Photoshop, in denen Übergangsfehler korrigiert, das Stativ wegretuschiert und die Helligkeit eingestellt wurden. Wir werden sicher auch noch mal den Profi ranlassen, der kriegt das besser hin. Damit müssen wir aber bis Herbst warten; denn er soll – wenn er sich schon auf den Weg macht – gleich mehrere Boote fotografieren. Und zur Zeit sind (glücklicherweise ) nie mehrere gleichzeitig im Hafen.

Zur Fähre

Montag, 30. Mai 2011

Kulinarische Höhepunkte wird man im “Gasthaus zur Fähre” nicht finden. Aber ein preiswertes gut gebratenes Schnitzel und – zur Zeit – ordentliche und nicht verkochte Spargel, das gibt es. Das Gasthaus hat ein schönen Garten direkt an einer idyllischen Havelschleife.

Gasthaus "Zur Fähre" in Burgwall

Gasthaus "Zur Fähre" in Burgwall

Die Straße neben dem Gasthaus senkt sich zum Ufer hin. Sicher hat es hier früher wirklich eine Fähre gegeben, bevor die Brücke gebaut wurde, die ca. 200 m flussabwärts liegt. Ich stelle mir vor, dass hier die Arbeiter der Ziegeleien übergesetzt haben, um zu ihren Arbeitsplätzen am rechten Ufer zu gelangen.

Von Burgwall aus südwärts erstreckt sich ein großes Areal ehemaliger Ziegeleien bis zum Ziegeleipark Mildenberg. Die gelben Ziegel, die man überall in Berlin als Bausteine alter Industriegebäude sehen kann, stammen von hier. Mit Lastschiffen wurden die Ziegel nach Berlin getreidelt und dort “aus dem Kahn” zur immer schneller wachsenden Großstadt vermauert. Der Landwehrkanal wurde so angelegt, dass an seinen Ufern überall Lastkähne festmachen konnten – so war es nie weit bis zur nächsten Baustelle. (Dies als kleiner Exkurs zum Thema Wasserstraßen als Kulturerbe.)

Heute machen am großzügigen Anleger des Gasthauses Yachten fest. Man kann dort auch übernachten, ich glaube kostenlos, wenn man in der Fähre zu Abend isst. Radler kommen vorbei, Wanderer und Kanuten. Man sitzt sehr angenehm dort, die Kellnerinnen sind brandenburgisch-freundlich, der Kuchen ist süß und lecker. Vom Espresso ist abzuraten. Gasthaus zur Fähre: Havelstraße 50, 16792 Zehdenick (OT Burgwall),  OHW ca. km 25 LU,   oder hier.

Mildenbergs Tierwelt

Montag, 16. Mai 2011

Ich muss mich korrigieren: “Bernies Ziegenbock” ist gar keiner, sondern eine Ziegendame. Molly heißt sie.

Molly, die Ziege aus Mildenberg

Molly, die Ziege aus Mildenberg

Und dann gibt’s im Neuen Hafen Ziegeleipark noch ein Haustier, auch “Ungeheuer von Loch Mildenberg” genannt: Kuno der Waller, ein Wels von der großen Sorte. Viele haben ihn schon im Hafenbecken springen gehört (ein mächtiger Platsch!), wenige haben ihn gesehen. Die Angler, die ihm bisher vergeblich nachgestellt haben, schätzen Kunos Länge auf rund 2 m. Aber nun gut, wenn Angler erzählen … Wer mir ein (authentisches!)  Foto von Kuno  liefert, kriegt eine Flasche von unserem guten Haus-Weißburgunder und eine Basecap noch obendrauf.