Posts Tagged ‘Wetter’

Frohe Ostern!

Freitag, März 29th, 2013

Niederlehme: 1° C, Schneeregen. Aber was richtige Bootfahrer sind, die lassen sich davon nicht von ihrem Ostertörn abhalten. Man braucht allerdings das richtige Boot dafür, zum Beispiel unsere Anna Karenina. Und für einen Hauch von Frühling – wenigstens im Salon – sorgen wir.

Wintercharter

Dienstag, Oktober 30th, 2012

Die vergangenen drei Jahre haben wir es probiert: Unsere Anna K. lag den ganzen Winter über fahrbereit und vorgeheizt im Wasser. Wir dachten uns,  es ist zu schade, ein Boot mit Fußbodenheizung und aufwändiger Isolierung nur im Sommer fahren zu lassen. Die Nachfrage nach Wintercharter war zwar nicht überwältigend, aber vorhanden: Ein paar Wochen Winterbuchungen hatten wir jedes Mal. Tja, Buchungen. Dabei blieb es leider. Denn pünktlich  vor der ersten Charter wurde es regelmäßig richtig kalt und Eisgang setzte ein. Also mussten wir stornieren. Die einzigen, die wirklich mal im Winter gefahren sind, waren wir selber, weil wir bei schönen Wetter mal  ziemlich spontan abgelegt haben.

Dieses Jahr wird im Winter pausiert. Anna Karenina wird Mitte November gekrant und verbringt den Winter auf Land. Es muss ohnehin das Unterwasserschiff gecheckt und ggf. ausgebessert werden. Ein bisschen wird die Saison aber doch ausgedehnt: Wir haben den spätestmöglichen Krantermin vereinbart (17.11.) und vorher ist die Anna K. tatsächlich auch noch mal eine Woche von Niederlehme aus unterwegs. Wenn es klappt, kommt das Schiff auch im März schon wieder ins Wasser (und kann dann auch noch ein paar Wochen zum supergünstigen Wintertarif gebucht werden).

Ob wir nochmal richtigen Wintercharter anbieten? Das ist noch nicht entschieden. Ich möchte fast wetten, dass dieser Winter ungewöhnlich mild wird, so dass man fast die ganze Zeit fahren könnte …

Gefangen im Packeis

Montag, Januar 16th, 2012

Samstag vormittag. Das Eis der Regenpfützen in der Marina Niederlehme knirscht unter den Bootsschuhen. Wir bunkern, was man für eine professionelle winterliche Bootsexpedition braucht: Kaffepads, Schokokekse, Spaghetti. Dann geht es los. Auf der Dahme begegnen wir noch einigen Kohleschubern, auf dem Seddinsee sind wir dann schon allein. Später kommen uns noch ein paar unverwüstliche Paddler und die Wasserschutzpolizei entgegen, aber keine einzige Yacht.

Allein auf dem Wasser im Januar

Allein auf dem Wasser im Januar

Wir biegen vom Flakensee auf die Löcknitz und fahren bei strahlender Wintersonne weiter nordostwärts. Am Ende des Möllensees, am äußersten Rand der Zivilisation, fällt nachmittags der Anker.  Der UMTS-Stick sucht vergeblich nach einer Verbindung. Kein Netz.

Ankern am Rande der Zivilisation

Ankern am Rande der Zivilisation

Bald wird es dunkel. Es wird kälter. Es ist still. Nur das Fauchen der Zentralheizung ist gelegentlich zu hören. Es ist sternenklar. Der Wetterbericht kündigt -3 °C Frühtemperatur an. Um sicher zu gehen, lassen wir auch in der Nacht noch einmal für zwei Stunden den Generator laufen; denn wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass die Heizung wegen Spannungsabfall aussteigt. Gegen 4:00 Uhr hören wir es das erste Mal: Rummms! Wer da? Kniiirsch. Das Mondlicht zeigt: Eine dünne Eisdecke umgibt das Schiff. Gut zu wissen, dass der Rumpf aus 5 mm starkem Stahl besteht. Wir schlafen weiter.

Ankerbucht auf dem Möllensee

Ankerbucht auf dem Möllensee

Als am Sonntag morgen die Sonne über den kahlen Bäumen aufgeht, sehen wir, dass unsere Ankerbucht zugefroren ist. Andere Stellen des Möllensees sind noch frei. Das Boot ist reifbedeckt. Es ist schön, im winterlichen Morgenlicht so ganz allein auf dem See. Wir frühstücken im warmen Salon. Gute Idee, das mit der Fußbodenheizung!

Wintermorgen auf dem See

Wintermorgen auf dem See

Dann Anker auf und vorsichtig den Hebel nach vorne geschoben. Der Stahlrumpf der Anna K. schiebt sich durch die dünne Eisdecke. Erstaunliche Geräusche! Ein Stück weit freies Wasser, dann wieder Eis. Ich doziere: Wegen der Wärmestrahlung wird eine freie Seefläche schneller zufrieren. Auf schmalen Kanälen wird das Wasser noch frei sein, weil hier Bäume die Abstrahlung behindern. (So wie die Autoscheibe, die in Richtung eines Gebäudes ausgerichtet ist, nicht so schnell vereist.) Als wir aber in den Verbindungskanal zum Peetzsee einfahren, ist dort das Eis dicker als irgendwo sonst. Die Löcknitz weiter unten hat das mit der Wärmestrahlung besser begriffen. Sie ist weitgehend frei. Ab Flakensee kein Eis mehr.

Wir fahren auf der  Müggelspree westwärts. Um die Mittagszeit sind wir das einzige Boot auf dem gesamten Müggelsee. Dort sind die Fahrwassertonnen im Winter nicht vorhanden, aber das kenne ich: Den Brauereischornstein auf der anderen Seiten anpeilen. Als wir in Niederlehme ankommen, steht die Sonne schon wieder dicht über den Baumwipfeln. Das Boot wird winterfest vertäut und die Heizung auf Frostschutz heruntergeregelt. Boot fahren im Winter? Cool! (Nicht kalt.)

Mehr Fotos zu unserem kleinen Wintertörn gibt es hier, und ein Video vom Fahren durchs Eis habe ich auf Youtube hochgeladen. (Unbedingt mit Ton abspielen!)

Wintercharter

Samstag, November 5th, 2011

Dass wir offenbar nicht die einzigen sind, die sich mit Wintercharter versuchen, zeigt dieser nette Clip von niederländischen Kollegen:

 
Vielleicht ist die Idee doch nicht so schlecht. Wir würden es allerdings nur im Notfall zulassen, mit der Anna Karenina so durch das Eis zu fahren. Im Fall von Eisgang gilt: Kostenloses Storno auch kurz vor Charterbeginn.

Nebel

Samstag, Oktober 15th, 2011
Uuups! Gerade noch gesehen! Das war knapp.

Uuups! Gerade noch gesehen! Das war knapp.

Merke: Nie bei Nebel ablegen.

Bootfahren im Herbst

Dienstag, Oktober 4th, 2011

Der Frühherbst hat nachgeholt, was wir im Sommer vermisst haben. Mit ein bisschen Glück ist es ein Traum, im Oktober die Havel entlang schippern zu können.[album: http://www.bootcharter.de/blogbuch/wp-content/plugins/dm-albums/dm-albums.php?currdir=/wp-content/uploads/dm-albums/herbst2011/]

Finowkanal August 2011

Sonntag, August 28th, 2011

Noch etwas Nachlese vom Hoch(wasser)sommer: Unsere „Edmond Dantès“ war Anfang August (vermeidbarerweise 🙁 ) nach einer Charter am Finowkanal gestrandet. Idyllisch ist er ja, der Anleger am „Finowkanalpark“ in Eberswalde. Aber es gibt weit und breit keine Tankstelle. Unmöglich, hier das Boot an die nächsten Gäste zu übergeben.

Nun, abgesehen vom Stress, den die deshalb notwendige Überführung für uns verursachte, war es eine Gelegenheit, wenigstens den unteren Teil des Finowkanals mal von der Nähe kennen zu lernen. Und ich muss sagen: ein tolles Gewässer. Dicht bewachsen, verwunschen, manchmal geradezu einsam (im August!). Und die freundlichen Schleusenwärter, die ihren Euro Trinkgeld an den ausnahmslos handbetätigten Schleusen wirklich verdienen. Wer schon einmal in Frankreich mit dem Boot unterwegs war – z.B. in Burgund oder im Nivernais – wird sich daran erinnert fühlen. Und schließlich zum Abschluss als Kontrastprogramm das Schiffshebewerk, die ebenso geniale wie monumentale Stahlträgerkonstruktion. Der Finowkanal: immer noch ein Geheimtipp.

Anleger Finowkanalpark in Eberswalde

Anleger Finowkanalpark in Eberswalde

12 Schleusen in Handbetrieb

12 Schleusen in Handbetrieb

Märchenwelt Finowkanal

Märchenwelt Finowkanal

Das Schiffshebewerk Niederfinow

Das Schiffshebewerk Niederfinow

Ferien in Zeiten des Hochwassers

Donnerstag, August 18th, 2011

Zeit für einen ersten Rückblick: Nervig war es schon, das müssen wir zugeben. Immer die Unsicherheit: Wohin kann man noch fahren, wo werden die Boote übergeben, wird es bald besser oder noch schlimmer? Das war weder für uns ein Spaß noch für unsere Gäste. Dennoch hatten wir nur eine hochwasserbedingte Stornierung. Die AGB in diesem Fall sind klar: wir können nichts für das Wetter. Dennoch tut es uns natürlich Leid, wenn jemandem der Urlaub auf diese Weise baden geht.

Alle anderen haben sich mit der Situation arrangiert. Und – siehe da – fast alle waren am Ende hochzufrieden. Wie das? Nun, seien wir mal realistisch: Was wir als äußerste Einschränkung unseres Fahrgebiets empfinden, nämlich ein Stück Havel sowie die Templiner und Wentowgewässer, ist gar nicht so klein. Wenn man bedenkt, was für Pfützen (Entschuldigung) z.B. im Westen oder Süden der Republik als ausgewachsene Wassersportreviere angepriesen werden. Unseren Gästen standen immerhin noch 8 Seen und 48 km Wasserstraße zur Verfügung. Und was für welche!

Wann hat man schon Gelegenheit, mitten im August allein auf einem naturbelassenen Fluss unterwegs zu sein?  Und als einziges Boot auf einem stillen See zu ankern? Einfach genial waren die Gäste auf der Anna K., die tagelang auf dem Kuhwallsee  vor Anker lagen, und es sich wohl sein ließen. Mancher Fisch landete direkt von der Angel in der Pfanne und sogar ein ausgewachsener fangfrischer Hecht wurde im Ofen der Anna K. gebacken.  Und Regen hin, Regen her: warm genug zum täglichen Schwimmen im klaren Wasser war es allemal. Man muss wahrlich nicht Seemeilen abhaken, um das Bootfahren genießen zu können!

Manchmal, denke ich, ist es ganz gut, nicht so viele Möglichkeiten zu haben. Man nimmt was kommt,  muss nichts entscheiden und kann ganz entspannt genießen.  Die Entdeckung der Gelassenheit.

 

Juhuu!

Montag, August 15th, 2011

Die Leitstelle lässt uns wissen: Morgen, Dienstag den 16.8.11, werden die Schleusen Liebenwalde, Bischoffswerder und Zehdenick wieder in Betrieb genommen. Es gibt keinen  automatischen Betrieb, an allen drei sind Schleusenwärter im Einsatz. Das bedingt etwas eingeschränkte Schleusenzeiten: Von 8 bis 17 Uhr. Und voraussichtlich am Mittwoch, dem 17.8.11, werden auch die vier Schleusen nördlich von Zehdenick (Schorfheide, Zaaren, Regow und Bredereiche) wieder geöffnet. Letzte Schleusung in Zaaren und Schorfheide dann  jeweils 15.45 Uhr.

Uff!

Nachtrag 19.8.: Hier gibt es die aktuellen Schleusenbetriebszeiten im Detail

Licht

Freitag, August 12th, 2011

am Ende des Tunnels:

http://www.morgenpost.de/brandenburg-aktuell/article1729953/Schleusen-werden-kommende-Woche-geoeffnet.html

und hier:

http://www.wetterblogger.de/hochwasser-situation-schleusen-an-der-havel-werden-voraussichtlich-ab-16-8-2011-wieder-geoeffnet_913.html