Posts Tagged ‘Stammkunden’

Neuerungen

Sonntag, November 6th, 2016

Wenn ihr mich fragt: Dieser Sommer war besser als sein Ruf. Es fehlte zwar eine länger anhaltende Hitzeperiode (die kam erst im September sozusagen als Nachschlag), aber wir hatten viele schöne Sonnentage und meistens Badewetter – jedenfalls hier, im Osten der Republik. Das haben wir schon daran gemerkt, dass wir nur genau drei Mal bei Regen ein Boot übergeben haben.

Und es gab dieses Jahr wieder viele Übergaben, wir sind recht zufrieden. Zeit, auf die neue Saison zu schauen; und da gibt es die berühmte gute und die schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst? Nun ja, so schlecht ist sie nun auch wieder nicht.

Ab 2017 werden alle Boote (einschließlich Don Giovanni und Lucia) nur noch wochenweise vermietet. Der Grund ist simpel. Die kurzfristigeren Vermietungen werden uns wegen der damit verbundenen Fahrzeiten langsam zu stressig. Das wollen wir nicht. Wir wollen nämlich auch künftig entspannt und locker unsere Gäste begrüßen und uns auch mal Zeit zum Plaudern nehmen.

Und die gute Nachricht? Nun, die Preise bleiben auch 2017 – zum wievielten Mal in Folge eigentlich? dritten? vierten? – wiederum stabil. Die Sloep wird im Endeffekt sogar billiger; denn auch hier gelten jetzt Saisonpreise. Der Hochsaisonpreis entspricht dem früheren einheitlichen Wochenpreis; außerhalb des Hochsommers ist Lucia jetzt für kleineres Geld zu bekommen als früher. Vielleicht können wir so den einen oder die andere motivieren, es mal mit einer längeren Sloeptour zu probieren …

Edmond ist weg

Dienstag, Juli 14th, 2015

Wie immer, wenn wir ein Boot verkaufen: Mit gemischten Gefühlen und einem weinenden Auge haben wir unserem Edmond Dantès nachgeschaut, als der neue Eigner damit aus dem Hafen getuckert ist. Aber wir haben nunmal beschlossen, unsere Flotte ein wenig zu verkleinern. Denn ganz ohne Mitarbeiter wurde es für die Chefin langsam ein bisschen zu stressig – und wir wollen schließlich weiter Spaß an der Sache haben und uns auch weiterhin die Zeit für ausführliche Einweisungen und einen Plausch mit unseren Gästen nehmen.

Da fährt er hin … Edmond Dantès mit seinem neuen Eigner.

 

Edmond ist wieder da!

Für die Edmond-Dantès-Fans gibt es eine gute Nachricht: Das Boot wurde von einem Kollegen übernommen, es wird also wieder verchartert. Normalerweise werben wir natürlich nicht für die Konkurrenz, aber jetzt machen wir mal eine Ausnahme. Neue Eignerin von Edmond Dantès ist die „Marina Alter Hafen“ (Brehm & Presch GbR) in Mildenberg  bei Zehdenick. Das heißt, Edmond kehrt gewissermaßen in seine alte Heimat zurück, denn früher war unser Flotte bekanntlich in Mildenberg stationiert, anfangs sogar im Alten Hafen.

Wer also nicht von dem schönen Edmond lassen kann, hat jetzt wieder die Möglichkeit, das Boot zu chartern – an der guten alten Oberhavel. Wir sind sicher, dass die Crew des Alten Hafen sich genauso engagiert um das Wohl ihrer Gäste bemüht, wie wir das tun. Vielleicht ist das Angebot der Marina auch für manche interessant, die in einer größeren Gruppe fahren wollen: Denn  dort werden – von Edmond Dantès abgesehen – vor allem Boote mit Achterkajüte angeboten, ein Segment, das wir nicht zu bieten haben.

Wir wünschen Edmond Dantès und seinen zukünftigen Gästen jedenfalls weiter viel Glück und schöne erlebnisreiche Törns!

Günter ist ne Wucht

Mittwoch, September 26th, 2012

Gastbeitrag von JuG

Vor wenigen Wochen haben mein Kumpel und ich einen Ostseetörn unternommen. Von Barth aus ging es mit einer Charteryacht durch die Boddenlandschaft um Hiddensee herum bis nach Ralswiek/Rügen zu den Störtebeker-Festspielen.

Auf dem Rückweg dann erwischte es uns bei heftig strömendem Regen: Scheibenwischerausfall!  Wir „gelernten Elektriker“ tippten sogleich auf eine durchgebrannte Sicherung, fanden den Kasten, die Ersatzsicherungen, leider jedoch keinen Schaltplan. Welche hatte es denn nun erwischt?

Da auch keine Sicherungszange an Bord war und wir während der Fahrt nicht jede einzelne Sicherung mit den Fingernägeln ziehen und checken wollten, riefen wir die Charterbasis an, mit folgendem Ergebnis: „Also welche Sicherung für den Scheibenwischer zuständig ist, wissen wir nicht.“ Auf weitere Nachfrage dann: „Nee, wie die Dinger in der Regel abgesichert sind, wissen wir auch nicht“ = FRUST pur!!

Dann kam die zündende Idee, nämlich Günter anrufen. Die „ABC“-Notfallnummer hatte ich ja schon vor Jahren abgespeichert. Und: „Die Wischer sin in der Rejel mit 10 A abjesichert, det muss `ne rote sein, sin bestimmt nur sechse von denen jesteckt, musse ausprobieren, allet Jute“.

Gesagt – getan, die durchgebrannte Sicherung gefunden, getauscht – alles paletti (10 Minuten Aufwand)!

FAZIT: Günter ist und bleibt `ne Wucht (und bist Du mal nicht auf einem „ABC“-Boot unterwegs [klares Selbstverschulden], vergiss` Dein persönliches Werkzeug nicht!

Eine Woche darauf waren meine Frau und ich mit PIET HEIN unterwegs und ich hatte die echt große Freude, mich persönlich bei Günter für die spontane telefonische Hilfe bedanken zu können

Danke

Mittwoch, September 5th, 2012

Die Anna-Blume-Broschüre wird immer mehr zum Bildband. Jetzt umfasst sie schon 32 Seiten. In der neuen Ausgabe sind vier Seiten über unser Revier hinzugekommen: Die Reise nach Rheinsberg und der Törn nach Templin werden beschrieben – wie immer traumhaft bebildert. Das ist die Gelegenheit, um mal Danke zu sagen: zum einen an Patrick, unseren genialen Designer, und zum anderen an unsere Gäste, denen wir einen erheblichen Teil der Fotos verdanken – dieses Mal sogar das Titelbild. (Das zeigt übrigens Anna Blume vor Tangermünde.)

Titelbild der neuen Anna-Blume-Broschüre

Titelbild der neuen Anna-Blume-Broschüre

Ohne die Fotos und die Infos, die wir von unseren Gästen bekommen, wären wir aufgeschmissen. Dann wären wir fast so wie andere Vermieter :-).

Die neue Broschüre ist derzeit im Druck. Alle, die wir in der Kartei haben, kriegen sie automatisch zugesandt. Ansonsten: Mail (mit Adresse!) genügt.

Piraten!

Donnerstag, Juli 5th, 2012

Viele meinen, ein Bootsurlaub auf unseren Gewässern sei völlig ungefährlich. Weit gefehlt! Man muss schon auf der Hut sein, wenn man  Schiff und Mannschaft heil in den Hafen zurückbringen will – so wie unser Stammgast Capitano Don Sapone (von seinen Freunden auch „Wolli“ genannt). Um gar keine  Zweifel an seiner Authentizität aufkommen zu lassen, geben wir den Bericht des Capitano unten im Faksimile wieder.

Capitano Don Sapone, genannt Wolli

Capitano Don Sapone, genannt Wolli

Ergänzend ist anzumerken, dass der Kaperbrief inzwischen ausgestellt wurde. Erzittert, Piratengesindel!

Logbücher

Montag, April 9th, 2012

Auf allen unseren Booten liegen Logbücher bereit. Jeder nutzt sie auf seine Weise: manche notieren nur in Stichworten ihre Route, andere schreiben ausführlich über ihre Erlebnisse und wieder andere fügen sogar mal ein Gedicht bei. Besonderen Spaß macht es immer, wenn die Kinder Zeichnungen beigesteuert haben.

Jeder nutzt sie auf seine Weise: die Logbücher

Jeder nutzt sie auf seine Weise: die Logbücher

Jeder und jede kann in die Logbücher schreiben, was er oder sie möchte oder kann es auch lassen. Wir freuen uns aber immer über fleißige Logbuchschreiber. Nicht nur deshalb, weil (meistens 🙂 ) nette Sachen drin stehen, sondern auch wegen der Informationen. Jeden Winter brüten wir nämlich über den Logbüchern und werten sie systematisch aus: Ist das Restaurant A zu empfehlen?  Ist der Hafenmeister in B freundlich oder ein Ekel?  An welchen Schleusen gibt es im Hochsommer Wartezeiten?

So etwas saugen wir auf wie ein trockener Schwamm und geben es dann in unseren Törnvorschlägen weiter, die jeder Gast vor seinem Charterurlaub zugeschickt kriegt. So funktionieren die Logbücher wie das Motto dieses Blogs: Von Bootfahrern für Bootfahrer.

Einwegfahrten

Sonntag, März 4th, 2012

Gelegentlich werden wir nach Einwegfahrten gefragt. Vor allem Gäste, die mit dem Wasserwandern auf Binnengewässern wenig Erfahrung haben, stellen es sich manchmal langweilig vor, zweimal (fast) die gleiche Strecke zu fahren. Die Meisten machen dann aber die Erfahrung, dass auf der Rückfahrt doch alles ganz anders aussieht als bei der Hinfahrt.

Es gibt aber einen echten Vorteil der Einwegfahrten, den z.B. JUG in seinem Kommentar angesprochen hat: Man kommt weiter, kann neue Reviere erkunden. Wir haben deshalb schon vor einigen Jahren intensiv darüber nachgedacht, ob wir auch Einwegfahrten anbieten sollen.

Der Rücktransfer der Gäste vom Zielort zum Ausgangspunkt wäre wohl keine besondere Schwierigkeit. Bei geeigneter Zielwahl kann man das in der Tat mit Öffis ganz gut hinkriegen. Außerdem gibt es private Dienstleister, und viele Chartergäste haben sowieso zwei Autos zur Verfügung, die sie vor der Charter auf Start- und Zielort verteilen könnten. Die Entfernungen sind ja auch nicht so groß – schon gar nicht auf der Havel, die bekanntlich in einer praktischen U-Form durch Nordostdeutschland fließt.

Ein Problem sind dagegen die Übergaben der Boote. Günter kann sich nicht zerreißen. Wir bräuchten also einen zuverlässigen Partner am Zielort. Und das  ist nicht so einfach, jedenfalls dann nicht, wenn man annähernd die gleiche Qualität bieten will.  Außerdem bräuchte man einen zweiten Lagerplatz für Bettwäsche, Handtücher etc.

Am Wichtigsten ist aber Folgendes: Wir wissen nicht vorher, welcher Gast für wann eine Einwegfahrt oder eine normale Charter buchen wird. Wir könnten also auch nicht vorher sagen, wo das Boot zu einem bestimmten Zeitpunkt liegt. Die Chartergäste wüssten beim Buchen noch nicht, ob sie das Boot in Mildenberg oder am Zielort übernehmen. Das würde kaum jemand akzeptieren.

Deshalb wird es bei uns keine Einwegfahrten geben. Die sind nur etwas für größere Firmen mit einem relativ einheitlichen Bootsbestand. Wenn ich beispielsweise ein Dutzend 10-m-Pedros in meiner Flotte habe, kann ich immer ziemlich sicher sein, dass mindestens eine auch gerade am gewünschten Ausgangsort ist. Ob die Gäste dann die „Dorothea“ oder die „Hannelore“ bekommen, ist offen, aber auch egal, da die Boote eh gleich sind.

Bei unserer kleinen individuellen Flotte geht das natürlich nicht. Wer Anna Karenina bucht, muss auch Anna Karenina bekommen. Entweder eine kleine Flotte mit charaktervollen Booten oder Einwegcharter. Beides zusammen geht nicht.

Vielleicht ein Trost: Auch bei den großen Firmen kosten Einwegfahrten einen saftigen Aufpreis (übrigens nachvollziehbar, Gründe siehe oben). Für das Geld kann man sich schon fast ein paar Tage mehr Charter leisten – und dann auch weiter ins Unbekannte vorstoßen.

Eine Einwegfahrt haben wir übrigens doch im Angebot: Die Große Runde.

Charterkunden haben’s schwer

Donnerstag, März 1st, 2012

Neulich am Telefon.
Potenzieller Chartergast: „Ja, und die Polster, die man auf den Fotos im Internet sehen kann, sind die auf dem Boot auch wirklich drauf?“
Anna Blume Bootcharter: „ … Äh … ja, natürlich. …(???)“
Potenzieller Chartergast: „Ja, letztes Jahr habe ich woanders gechartert, und da waren dann gar keine Polster in der Plicht; die hatten sie nur für die Werbefotos hingelegt.“

Da bleibt einem ja doch kurz die Luft weg.  Nach dem Kollegen, der für die Benutzung  des Bugstrahlruders eine Extra-Gebühr forderte (gab es wirklich!), ist das schon eine Spitzenleistung. Zum Glück sind das unrühmliche Ausnahmen. Die allermeisten Mitbewerber sind seriös und haben eine nachvollziehbare Preisstruktur.

Obwohl … So einmal im Jahr schauen wir uns stichprobenartig die Angebote unserer Mitbewerber an. Wir wollen wissen, wo wir stehen. Wir versetzen uns also in die Rolle eines  Charterers, der die Angebote der verschiedenen Firmen vergleicht. Das ist gar nicht so einfach! Natürlich haben alle ihre Preislisten im Internet. Und mittlerweile ist auch bei (fast) allen die Endreinigung im Wochenpreis inbegriffen (was im Übrigen vorgeschrieben ist).

Aber dann geht’s los: Zuerst muss man aus einem Dickicht von Frühbucher-, Spätbucher-, Wiederbucher- und Neubucherrabatten sich das Passende raussuchen und Prozentrechnen üben. Das ist vielleicht noch ganz nett, denn dadurch wird’s ja billiger. Dann aber ein Blick in die „Extra“-Liste: Bettwäsche pro Person und Woche: 10 €, Handtücher: 6 €. Aha. Wenn Bettwäsche nicht dazu gehört, was fehlt dann noch? Das ist gar nicht so leicht rauszukriegen. Bei einem Mitbewerber sieht man es indirekt, wenn man das Inclusive-Paket anschaut, das er gegen Aufpreis anbietet. Da sind dann solche Luxusgegenstände drin wie Toilettenpapier und Geschirrhandtücher. Ich wäre ehrlich gesagt nicht darauf gekommen, so etwas mitzubringen (zumal – verständlicherweise – spezielles Toilettenpapier gefordert wird).

Insgesamt ist der Preisvergleich bei Charterangeboten schwieriger als bei Autos. Was bei dem einen Aufpreis kostet, ist bei dem anderen drin, und wieder einer verkauft das Lenkrad nur gegen Aufpreis. Bis man für drei oder vier Anbieter wirklich vergleichbare Angebote zusammengefriemelt hat, das dauert.

Wir versuchen es dagegen einfach zu halten: Auf unsere Boote muss man nur seine persönlichen Sachen und Proviant mitbringen. Alles andere ist an Bord. Die Betten sind bezogen. Und was es kostet, steht hier und hier. Punkt.

Kalender-Marder?

Donnerstag, Januar 12th, 2012

Merkwürdigerweise erreichen uns Meldungen einiger Stammkunden, dass der Kalender dieses Jahr nicht angekommen ist. Wir haben das überprüft, tatsächlich hatten wir in allen Fällen einen abgeschickt. Anscheinend war bei der Post ein unehrlicher Zeitgenosse auf unsere Kalender scharf (?). Kein Problem, wir schicken gleich Ersatz los.

Bei der Gelegenheit der Aufruf: Wer eigentlich einen Kalender erwartet aber noch keinen bekommen hat, bitte bei uns melden! Vielleicht ist der auch unterwegs abhanden gekommen. Wir haben noch genug übrig und können für Ersatz sorgen.

Auch wer keinen erwartet, aber gerne einen hätte, kann gerne anfragen. Wir versenden die übrigen Kalender, solange der Vorrat reicht.

Safer Sechs

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Manchmal sind wir knallhart. Seit mal eine Crew unreifer Männchen ein Bierfass auf eine unserer Sloepen gerollt hat und abends das Boot in entsprechendem Zustand zurückgab, gilt: An Himmelfahrt (in Berlin/Brandenburg auch „Herrentag“ genannt) wird das Boot nur noch an Stammgäste vergeben. Und aus ähnlichen Gründen am 1. Mai auch. Punkt. Das ist schlecht fürs Geschäft? Vielleicht. Aber wir sagen uns: lieber mal auf eine Tagescharter verzichten als das Boot versaut zurück zu bekommen. Wir mögen unsere Boote eben.

Und aus diesem Grunde gilt ab 2012 außerdem: Die Sloepen, also sowohl Lucia als auch die größere Diva, sind nur noch für  maximal 6 Personen zugelassen, nicht mehr für 8 wie früher. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine größere Personenzahl die Sicherheit beeinträchtigt. Gerade wenn nur einer an Bord Erfahrung und Führerschein hat, sind 7 zusätzliche Passagiere einfach zu viele. Einer sitzt immer im Weg, wenn der Skipper mal schnell eine Leine braucht oder mit dem Bootshaken das Boot von der Schleusenwand abhalten muss. Wir haben festgestellt: Bei voll besetztem Boot steigt die Bruchquote erheblich. Das tun wir uns und den Booten künftig nicht mehr an. Und unseren Gästen auch nicht.

Ab 2012 wird nur noch ganz entspannt, locker und mit viel Platz gesloept. Klar, pro Person kann die Charter dadurch etwas teurer werden. Aber glaubt mir: das lohnt sich. Es ist einfach viel sicherer und angenehmer so. Geiz ist ja sowas von ungeil.