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Neue Broschüre

Samstag, Dezember 5th, 2015

Die letzte Anna-Blume-Broschüre wurde im Herbst 2013 gedruckt. So viel hat sich seitdem verändert! Es wurde höchste Zeit, eine aktuelle Broschüre zu erstellen, in welcher der neue Standort, das neue Revier und die neue Zusammensetzung der Flotte gebührend berücksichtigt werden. Und – tataa! – hier ist sie:

Titelblatt der neuen Anna-Blume-Broschüre

Die neue Anna-Blume-Broschüre

Obwohl wir die Flotte etwas verkleinert haben, hat die Broschüre ihren Umfang behalten. Noch mehr als in den vorigen Ausgaben hat sich der Schwerpunkt auf unser Revier in seiner ganzen Vielfalt verschoben. Z.B. berichten wir über die geniale Möglichkeit, Bootfahren und Golfspielen miteinander zu kombinieren. Aus der Broschüre ist schon fast eine Zeitschrift über die Urlaubsregion Berlin/Brandenburg geworden.

Fast alle neuen Fotos sind uns wieder von unseren Gästen überlassen worden – vielen Dank dafür! Die Texte stammen wie immer von Annette Haag und das tolle Layout von Patrick Fürst (Nürnberg). Und über Geheimnisse wie enge Fairways und schottische Topfbunker haben uns die passionierten Golfer Peter Lüsse und Lothar Stöckler aufgeklärt.

Alle, die schon in unserer Adressenliste stehen, bekommen die neue Broschüre automatisch zugesandt. Ansonsten kann sie auch hier angefordert werden.

Ein schönes Motiv

Freitag, Oktober 16th, 2015

Unsere Chartergäste gehen ein wenig am Ufer des Peetzsee spazieren – Don Giovanni ist in der Herbstsonne am „Karma am See“ festgemacht – und treffen auf einen Künstler, der versonnen am Ufer sitzt und malt. Und was malt er? Den See, das Ufer und – unseren Don. Ich finde das kleine Aquarell sehr gelungen. Verkaufen wollte der Maler sein Werk nicht – für ihn ist es sicher vor allem eine Reiseerinnerung – aber er hatte nichts dagegen, es fotografieren zu lassen.

Vielen Dank an G. Hinrichs und M. Blaschke für das Überlassen des Fotos

Mit dem Boot in den Garten

Mittwoch, April 22nd, 2015

„Fünf sind eins. Deins.“ Das ist der Slogan der Bundesgartenschau 2015. Sie findet nämlich an fünf verschiedenen Orten statt – aber in einer Region, dem Havelland. Und schaut man näher hin, merkt man: Vier der fünf Orte (Brandenburg, Premnitz, Rathenow und Havelberg) liegen direkt am Fluss und sind mit dem Boot erreichbar. Und der fünfte (Stölln) ist vom Anleger in Hohenauen nur 12 km entfernt, also in Fahrradentfernung.

Wenn es sich da nicht anbietet, die Bundesgartenschau mit dem Boot zu erkunden! An jedem Standort kann man verweilen, solange man Lust hat, und in Ruhe die Gärten anschauen – ohne Fahrstress und Hotelbuchungen.

Eine Tour von Niederlehme nach Havelberg könnte z.B. wie folgt aussehen:

Niederlehme – Hafen Steglitz (Teltowkanal/MRC) – Potsdam – Ketzin – Brandenburg – Premnitz – Rathenow – Hohennauen (von hier mit dem Rad nach Stölln) – Havelberg

Das wären bequeme Etappen, mit 8 Übernachtungen. Das Ganze ist mit Rückfahrt locker in 2 Wochen zu schaffen. Natürlich lässt sich die Tour durch Weglassen/Erweitern vielfältig variieren. Die BUGA hat eine sehr schöne und informative Website der man detaillierte Informationen entnehmen kann. U.a. gibt es genaue Lagepläne aller Standorte.

Gourmet-Törn

Montag, September 15th, 2014

Einer der vielen Vorzüge unseres neuen Hausreviers sind die gastronomischen Highlights, die man optimal vom Wasser aus erreichen kann. An erster Stelle zu nennen wäre wohl das Café Dorsch, dessen Küche schon überregionalen Ruf genießt. Das Café Dorsch liegt auf etwa halber Höhe am westlichen Ufer des Scharmützelsees. Es verfügt über einen eigenen Anlegesteg. In einer ähnlichen Liga spielt das Hotel/Restaurant Alte Eichen, ebenfalls am Scharmützelsee, etwas weiter nördlich. Und auch im Restaurant des Hotel Esplanade, im Zentrum von Bad Saarow, kann man dem Vernehmen nach sehr gut essen. Der Scharmützelsee ist von Niederlehme eine gute Tagesreise entfernt.

Zu Recht (nicht nur) bei Bootfahrern beliebt ist das Restaurant der Fischerei Blossin, ebendort am Westufer des Wolziger See. Wenn man beispielsweise am Morgen in Niederlehme losgefahren ist, bietet es sich an, dort zum Mittagessen anzulegen und sich z.B. Wels im Kartoffelmantel schmecken zu lassen. Oder man kauft frischen Fisch und bereitet ihn selbst an Bord zu.

Etwa gleich weit entfernt liegt  in Prieros am Streganzer See (linkes Ufer oberhalb der Schleuse Prieros), das weniger bekannte aber sehr empfehlenswerte Waldhaus Prieros. Dieses Hotel/Restaurant zeichnet sich durch seinen wunderbaren Garten und eine sehr ordentliche Küche aus.

In unmittelbarer Nähe unseres Stützpunktes – man könnte fast sagen schräg gegenüber – befindet sich das Seehotel Zeuthen mit seinem ambitionierten Restaurant. Das Seehotel bietet sich z.B. als Schlussetappe am Vorabend der Bootsrückgabe an. Von dort bis zum Marineservice Niederlehme ist man mit dem Boot nur noch etwa eine Viertelstunde unterwegs – man kann sich also noch in aller Ruhe am Frühstücksbüffet des Hotels laben, bevor man wieder den Heimathafen anläuft.

Ende der Funkstille

Dienstag, Juli 29th, 2014

Das war jetzt ja wirklich mal eine lange Blogpause. Dabei kann man nicht behaupten, dass nichts Berichtenswertes passiert wäre. Aber je mehr los ist, desto weniger kommt man zum Schreiben.

Vor allem mussten wir die Umstellung auf den neuen Standort in Niederlehme stemmen und uns daran gewöhnen, ohne festen Mitarbeiter auszukommen. Das heißt in erster Linie, die Boote werden fast immer von der Chefin persönlich übergeben, gelegentlich mit meiner bescheidenen Unterstützung.

Anna Blumes neues Zuhause an der Dahme

Anna Blumes neues Zuhause an der Dahme

Nachdem jetzt mehr als die Hälfte der Saison herum ist, können wir ein erstes Fazit ziehen. Ich denke, wir haben es gut hingekriegt. Die Umstellung hat erkennbare Vorteile gebracht. Für uns, vor allem aber auch für unsere Gäste:

  • Zunächst einmal sind wir heilfroh, dass wir noch rechtzeitig das Revier gewechselt haben. Uns erreicht u.a. die Meldung, dass inzwischen eine Flotte von 50 (fünfzig!) Bungalow-„Booten“ zwischen der Müritz und dem Neuen Hafen Ziegeleipark pendelt. Was da in der Hauptsaison an den Schleusen los ist, kann man sich vorstellen! So schön das Gebiet um Zehdenick auch ist: Wartezeiten von mehreren Stunden an jeder Schleuse möchten wir unseren Gästen nicht zumuten.
  • Unser neues Revier im Süden ist mindestens ebenso schön und lange nicht so überlaufen, vor allem nicht von Un-Booten. Und es ist schleusenarm. Z.B. muss man nur eine einzige Schleuse passieren, um ins herrliche Brandenburg an der Havel zu gelangen.
  • Der direkte Kontakt mit unseren Gästen macht sich bezahlt. Wir bekommen jetzt viel unmittelbarer als vorher mit, wie die Menschen den Bootsurlaub erleben und was sie sich wünschen. Und wir stellen uns nach Kräften darauf ein.

Einen direkten Draht gibt es auch zur Technik. Die Boote liegen direkt am Marineservice, mit seinem Ersatzteillager und seinen kompetenten Technikern. Alexander Rapp kennt unsere Boote inzwischen besser als seine Westentasche. Ein Impeller oder ein Keilriemen wird ohne viel Federlesen im Vorbeigehen gewechselt. Und wenn trotz Wartung unterwegs mal ein Problem auftreten sollte: Der Techniker kann jetzt viel schneller vor Ort sein als früher. Und nicht zuletzt wissen unsere Gäste (und wir!) die freundliche familiäre Atmosphäre in Niederlehme zu schätzen.

Darüber und über die vielen kleinen und größeren Verbesserungen an den Booten werde ich in späteren Blogposts berichten. Und bis dahin wird nicht wieder solange Funkstille sein. Versprochen!

Neues aus Oranienburg

Sonntag, Juli 29th, 2012

Das Stimmungsbild zur neuen Verbindung zwischen Oranienburger Stadthavel und Ruppiner Gewässern ist ja recht positiv ausgefallen. Wir sind gleichwohl skeptisch, was die Erfolgsaussichten des Vorhabens angeht, und haben das dem Stadtplanungsamt Oranienburg mitgeteilt wie folgt:

Aus unserer Sicht wird die geplante Verbindung per Bootslifter ein Misserfolg werden, und zwar vor allem aus folgenden zwei Gründen:

1. Das Geld
Sie planen ja offensichtlich, für den Bootslift Gebühren zu erheben. Das ist sicher angesichts der Investitionskosten und der knappen Stadtkassen nachvollziehbar. Und Bootfahrer sind ja i.d.R. auch keine armen Leute, sodass eine mäßige Gebühr eigentlich kein Problem darstellen sollte. Sollte man meinen.
Unsere Erfahrungen sind aber andere: Schon wenige Euro, sei es für Strom oder Wasser oder was auch immer lösen mitunter heftige Diskussionen aus. Oder man denke nur an den Sturm im Wasserglas, der entfacht wurde, als der damalige Verkehrsminister Stolpe eine Wasserstraßenmaut ins Gespräch brachte. Ein besonders groteskes Beispiel kennen wir aus Groß-Köris: Dort kostete die Passage der Klappbrücke pro Boot 3 Euro; damit wurde der Arbeitsplatz der Brückenwärterin finanziert. Ein Yachtbesitzer hat sich nicht entblödet, gegen die Brückenmaut zu klagen und hat Recht bekommen!
Ob uns das gefällt oder nicht: Es ist zu erwarten, dass fast alle Bootfahrer lieber einen unattraktiven Umweg in Kauf nehmen werden als ein paar Euro zu bezahlen.

2.Die Technik
Die von Ihnen favorisierten Bootslifter sind v.a. dafür entwickelt worden, Boote zum Saisonende oder für Reparaturen aus dem Wasser zu nehmen. Aus Erfahrung weiß ich, dass derartige Manöver für Bootseigner stets stressig sind. Und tatsächlich ist jedes Kranen oder „Liften“ ja auch immer mit einem Restrisiko verbunden. Dabei kommt es auch sehr auf Vertrauen gegenüber der Mannschaft an, die das Gerät bedient. Ohne Not wird das kaum ein Bootseigner auf sich nehmen. Ich wage sogar die Prognose, dass die meisten Charterunternehmen ihren Gästen untersagen würden, den Bootslifter oder ähnliches zu nutzen. Auch wir würden das – vorbehaltlich einer Besichtigung der Anlage und eines Probetransports – voraussichtlich tun.

Insgesamt sehen wir also schwarz für Ihr Vorhaben, so sehr uns grundsätzlich auch an einem Ausbau der Wasserstraßen gelegen ist. Aber der Bootslifter würde nach seiner Fertigstellung aller Wahrscheinlichkeit nach ungenutzt verrosten. Wir denken, es sollte lieber alle Kraft darauf verwendet werden, den Malzer Kanal wieder schiffbar zu machen um eine Umgehung der Schleuse Lehnitz zu schaffen. Das wäre ein echter Impuls für die Sportschifffahrt!

Ich vermute, eines ihrer Anliegen ist es auch, mehr Bootstouristen in die Innenstadt von Oranienburg zu bringen. Das ist nachvollziehbar und wird von uns auch unterstützt. (Z.B. hier: http://www.bootcharter.de/blogbuch/?p=500) Eine kostengünstige und sinnvolle Maßnahme dafür wäre es aus unserer Sicht, im Schlosshafen eine große Zahl der überflüssigen Dalben zu entfernen, dass auch größere Boote dort gut manövrieren und anlegen können. (Oder ist das bereits geschehen?)

Das Stadtplanungsamt hat sehr freundlich darauf geantwortet und versprochen, unsere Bedenken an die Entscheidungsträger weiter zu geben. Außerdem wurde folgende erfreuliche Mitteilung gemacht:

Ich habe zwischenzeitlich in Erfahrung bringen können, dass seit Ihrer In Augenscheinnahme des Schlosshafens insgesamt 20 Dalben gezogen worden sind. Dadurch stehen nunmehr 35 Liegeplätze für Boote mit einer Länge von über 10m zur Verfügung. Weitere 30 Liegeplätze sind Booten von unter 10m Länge vorbehalten. Diese Größenaufteilung ist seinerzeit eine Förderauflage gewesen, um den nicht-kommerziellen Bootsverkehr zu unterstützen, die weiterhin zu beachten ist.
Es wäre schön, wenn Sie diesen Hinweis als Nachtrag in Ihrem Blog ergänzen könnten, auch wenn die Belegung des Schlosshafens nach Aussagen des verantwortlichen Geschäftsführers derzeit sehr gut ist.

Tun wir doch gern. Für die etwas schrägen Vorgaben der Förderinstitutionen kann die Stadt O-burg ja nichts. Und so wie es jetzt ist, scheint die Aufteilung des Hafens ja durchaus sinnvoll zu sein. War jemand kürzlich da und kann berichten?

Neues aus Mildenberg

Freitag, Juni 8th, 2012

Es tut sich was im Hafen! Lauter Kleinigkeiten zwar, in der Summe aber merkt man den Willen der neuen Leitung des Ziegeleiparks (und des neuen Hafenmeisters), den Laden voranzubringen. Gleich wenn man sich dem Hafen nähert, fällt jetzt ein neues Schild auf, auf dem die Hafennutzer gelistet sind:

Neues Hinweisschild am Hafen

Neues Hinweisschild am Hafen

Am Infohäuschen sind jetzt die Flyer der drei ansässigen Charterunternehmen säuberlich nebeneinander angeordnet, und man kann sich überlegen, ob man Boot fahren oder lieber etwas anderes machen möchte. 🙂

Wohnwagen, Bungalow oder Boot: freie Auswahl

Wohnwagen, Bungalow oder Boot: freie Auswahl

Und schließlich, die wichtigste Neuerung: Wir haben jetzt eigene Parkplätze direkt neben dem Hafenbecken, exklusiv für unsere Chartergäste! Diese Parkplätze stellen wir unseren Gästen kostenlos zur Verfügung. Wer mag, kann natürlich immer noch (gegen Gebühr) auf dem abgezäunten Parkplatz von Bernie parken.

Anna-Blume-Parkplätze auf der Wiese neben dem Hafenbecken

Anna-Blume-Parkplätze auf der Wiese neben dem Hafenbecken

 

„Hafenführer für Hausboote“ erschienen

Samstag, Juni 2nd, 2012

Gastbeitrag von JuG

Und das herausgebende „Magazin Seenland“  legt sich ins Zeug!! Hierzu ein Zitat der Buchbeschreibung unter amazon.de zu ISBN 978-3-9813479-8-2:

„Vier Hausboot-Reviere: Mecklenburg & Brandenburg. Die schönsten Häfen der Mecklenburgischen Seenplatte sind nach vier Revieren geordnet: Elde, Mecklenburgische Oberseen, Kleinseenplatte und Obere Havel. Die Übersichtskarten mit allen verzeichneten Gastliegerhäfen machen die Törnplanung einfach. Traumziele in 15 Kapiteln: Täglich ein neuer Landgang. Alle touristischen Meilensteine entlang der Seen und Flussläufe haben einen besonderen Platz im Buch gefunden – sie zieren die Kapitelanfänge als farbige Doppelseitenfotos, darunter viele Luftbilder. Das macht Lust auf die nächste Entdeckungstour. Sehenswerte Hafenorte: Mit Cityplan und Adressen. Alle 21 Städte werden mit ihrer Geschichte und den Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Für jeden Ort gibt es Restaurant- und Shoppingtipps. Adressen für Ärzte, Apotheken, Banken, Post, Taxi, Zugverbindungen und Supermärkte runden den Reiseführer ab. 74 Hafenbeschreibungen mit Hafenplan: Ein Hafenambiente für jeden Geschmack. Schöne und praktische Häfen wurden für eine detaillierte Beschreibung ausgewählt. Atmosphäre, Versorgungsangebot, Ausstattung und Preise sind übersichtlich dargestellt. Hafenpläne mit Stegen und Einrichtungen ermöglichen die intuitive Orientierung vor Ort. Register mit 130 Häfen: Praktische Übersicht für Ausstattung und Preise Das Verzeichnis bringt Klarheit rund um die Hafenausstattung und Versorgung vor Ort. Zudem erlauben die Daten einen Preis-Leistungs-Check für jeden Hafen: Der Gesamtpreis von der Liegegebühr bis zu den Duschmünzen wurde für drei Beispiel-Crews (Paar, Familie, Gruppe) kalkuliert. Zahlreiche Hafentipps auf 168 Seiten Dömitz – Grabow – Neustadt-Glewe – Schwerin – Bad Kleinen – Parchim – Lübz – Plau am See – Malchow – Waren (Müritz) – Röbel (Müritz)– Rechlin – Mirow – Rheinsberg – Wesenberg – Neustrelitz – Fürstenberg/ Havel – Lychen – Templin – Zehdenick – Oranienburg – Neuruppin und viele mehr.“

Obwohl wir „unser“ Revier schon ganz gut zu kennen glauben, haben wir die rund 30 Euro investiert und wurden nicht enttäuscht! Vor allem gefallen uns die Hafendarstellungen in der Draufsicht. Schnell sind so die Gastliegeplätze in unbekannten Häfen zu finden. So etwas hätten wir uns zu Beginn unseres Charterlebens gewünscht; etwa im Dalben- und Steggewirr beim Besuch der Marina Lanke / Berlin oder bei der Einfahrt in den damals gut besuchten neuen Oranienburger Schlosshafen.

Aber auch die sonstigen vielseitigen Infos überzeugen und erleichtern die Törnplanung zusammen mit den ABC-Törnvorschlägen und den an Bord der ABC-Boote befindlichen Materialien erheblich. By the way, auch „Bernis Café“ wird gewürdigt.

Wir halten das recht aufwändig gestaltete Buch für eine sinnvolle Ergänzung der Bordlektüre, zumindest aber für eine appetitmachende Bereicherung der heimischen Sammlung von Revierinfos.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Teil 2: das Revier südlich der Marina Liebenwalde. Aber das ist bislang noch Wunschdenken – leider!

FAZIT für Revierneu- und altlinge: *** EMPFEHLENSWERT *** (und fast schon zu schade für den Bordalltag)

Lang genug getrödelt!

Donnerstag, März 29th, 2012

Jetzt ist es amtlich: Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich erfolgen. Und bis Ende 2013 soll der Lange Trödel, die direkte Verbindung vom Voßkanal zum Finowkanal, wieder schiffbar sein. Bis dahin muss der Lange Trödel ausgebaggert und es müssen drei Brücken und eine Schleuse (wieder auf-) gebaut werden. U.a. wird die Brücke über die L 21 in Liebenwalde (wieder!)  in eine Klappbrücke umgewandelt.  Ob das wirklich bis Ende 2013 klappt? Man wird sehen.

Jedenfalls besteht Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Immerhin wurde tatsächlich schon im Sommer 2011 der Werbellinkanal (wieder) bis zum Finowkanal verlängert. (Ich berichtete darüber.) Jetzt noch der Lange Trödel und man kann mit dem Boot zum Finowkanal oder zum Werbellinsee und muss dabei die HOW nur ein bzw. zwei Mal kreuzen. Ein echter Fortschritt.

Mehr darüber kann man auf der Website der „Wassertourismus-Initiative Nordbrandenburg“ nachlesen, deren Öffentlichkeitsarbeit allerdings eine Katastrophe ist. (Das merkt man nicht nur an der fehlerhaften Website, sondern auch daran, dass die Wiedereröffnung vom südlichen Teilabschnitt des Werbellinkanals seinerzeit weitgehend geheim gehalten wurde.)

Am Rande: Die vielen „wieders“ in diesem Text sollten einem vielleicht zu denken geben. Was man gar nicht erst vergammeln lässt (oder zerstört), muss man später nicht mit viel Aufwand wiederherstellen.

Update:
Auf Google Maps gibt’s ein neues Luftbild, auf dem das wieder hergestellte Teilstück des Werbellinkanals zu sehen ist. Eine kleine Freude im Nachhinein: Ich lag damals richtig mit meiner Vermutung über den Verlauf. Offensichtlich bleiben die Spuren zerstörter Wasserbauwerke im Luftbild noch lange gut erkennbar.

Gefangen im Packeis

Montag, Januar 16th, 2012

Samstag vormittag. Das Eis der Regenpfützen in der Marina Niederlehme knirscht unter den Bootsschuhen. Wir bunkern, was man für eine professionelle winterliche Bootsexpedition braucht: Kaffepads, Schokokekse, Spaghetti. Dann geht es los. Auf der Dahme begegnen wir noch einigen Kohleschubern, auf dem Seddinsee sind wir dann schon allein. Später kommen uns noch ein paar unverwüstliche Paddler und die Wasserschutzpolizei entgegen, aber keine einzige Yacht.

Allein auf dem Wasser im Januar

Allein auf dem Wasser im Januar

Wir biegen vom Flakensee auf die Löcknitz und fahren bei strahlender Wintersonne weiter nordostwärts. Am Ende des Möllensees, am äußersten Rand der Zivilisation, fällt nachmittags der Anker.  Der UMTS-Stick sucht vergeblich nach einer Verbindung. Kein Netz.

Ankern am Rande der Zivilisation

Ankern am Rande der Zivilisation

Bald wird es dunkel. Es wird kälter. Es ist still. Nur das Fauchen der Zentralheizung ist gelegentlich zu hören. Es ist sternenklar. Der Wetterbericht kündigt -3 °C Frühtemperatur an. Um sicher zu gehen, lassen wir auch in der Nacht noch einmal für zwei Stunden den Generator laufen; denn wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass die Heizung wegen Spannungsabfall aussteigt. Gegen 4:00 Uhr hören wir es das erste Mal: Rummms! Wer da? Kniiirsch. Das Mondlicht zeigt: Eine dünne Eisdecke umgibt das Schiff. Gut zu wissen, dass der Rumpf aus 5 mm starkem Stahl besteht. Wir schlafen weiter.

Ankerbucht auf dem Möllensee

Ankerbucht auf dem Möllensee

Als am Sonntag morgen die Sonne über den kahlen Bäumen aufgeht, sehen wir, dass unsere Ankerbucht zugefroren ist. Andere Stellen des Möllensees sind noch frei. Das Boot ist reifbedeckt. Es ist schön, im winterlichen Morgenlicht so ganz allein auf dem See. Wir frühstücken im warmen Salon. Gute Idee, das mit der Fußbodenheizung!

Wintermorgen auf dem See

Wintermorgen auf dem See

Dann Anker auf und vorsichtig den Hebel nach vorne geschoben. Der Stahlrumpf der Anna K. schiebt sich durch die dünne Eisdecke. Erstaunliche Geräusche! Ein Stück weit freies Wasser, dann wieder Eis. Ich doziere: Wegen der Wärmestrahlung wird eine freie Seefläche schneller zufrieren. Auf schmalen Kanälen wird das Wasser noch frei sein, weil hier Bäume die Abstrahlung behindern. (So wie die Autoscheibe, die in Richtung eines Gebäudes ausgerichtet ist, nicht so schnell vereist.) Als wir aber in den Verbindungskanal zum Peetzsee einfahren, ist dort das Eis dicker als irgendwo sonst. Die Löcknitz weiter unten hat das mit der Wärmestrahlung besser begriffen. Sie ist weitgehend frei. Ab Flakensee kein Eis mehr.

Wir fahren auf der  Müggelspree westwärts. Um die Mittagszeit sind wir das einzige Boot auf dem gesamten Müggelsee. Dort sind die Fahrwassertonnen im Winter nicht vorhanden, aber das kenne ich: Den Brauereischornstein auf der anderen Seiten anpeilen. Als wir in Niederlehme ankommen, steht die Sonne schon wieder dicht über den Baumwipfeln. Das Boot wird winterfest vertäut und die Heizung auf Frostschutz heruntergeregelt. Boot fahren im Winter? Cool! (Nicht kalt.)

Mehr Fotos zu unserem kleinen Wintertörn gibt es hier, und ein Video vom Fahren durchs Eis habe ich auf Youtube hochgeladen. (Unbedingt mit Ton abspielen!)